Serbien: woher unser Käse kommt
Eine feuchte Ebene im Norden Serbiens, eine bedrohte Eselrasse und ein Erhaltungsprogramm, das sich über Milch selbst finanziert.
Vojvodina und Zasavica
Nordserbien ist Ackerland, durchzogen von Feuchtgebieten. Das Spezialnaturreservat Zasavica bei Sremska Mitrovica schützt Sumpf- und Wiesenflächen sowie mehrere alte Haustierrassen: das Mangalica-Schwein, das Podolische Rind und den Balkanesel.
Der Balkanesel
Klein, robust, aschgrau: der Balkanesel war jahrhundertelang das Lasttier der Region. Die Mechanisierung der Landwirtschaft liess die Bestände auf ein Minimum schrumpfen. Eine Herde zu bilden und ihre Milch zu nutzen, gab der Rasse einen wirtschaftlichen Grund zu existieren — und schuf nebenbei den teuersten Käse der Welt.
Das Melken
Eine Eselin zu melken hat mit dem Melken einer Kuh wenig zu tun. Pro Vorgang fallen Deziliter statt Liter an, es muss mehrmals täglich wiederholt werden, und das Fohlen muss anwesend sein, damit die Milch einschiesst. Die Milch wird sofort gekühlt und rasch verarbeitet.
Von Serbien in die Schweiz
Zwischen Käserei und Ihrem Tisch durchläuft das Produkt eine Dokumenten- und Hygienekontrolle, einen temperaturgeführten Transport und die Schweizer Verzollung. Diesen Weg beschreiben wir auf der Seite Qualität und Rückverfolgbarkeit.